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Jens Risom

Jens Risom war einer der ersten, dänischen Möbelgestalter, die skandinavisches Design in den USA bekannt machten. Risom spielte eine bedeutende Rolle für die Entwicklung des US-amerikanischen Möbeldesigns der Nachkriegszeit.

Am 8. Mai 1916 als Sohn des renommierten Architekten Ernst Kuhn in Kopenhagen geboren, studierte Jens Risom Wirtschaft und Industriedesign. Nach zwei Jahren an der Kopenhagener Wirtschaftsschule Niels Brock arbeitete er zunächst für den dänischen Architekten Ernst Kuhn und ein, auf Wohnmöbel spezialisiertes, Designstudio in Stockholm. Während seiner Zeit in Schweden sammelte Risom zudem  Erfahrung in der Designabteilung von Nordiska Kompaniet, wo er u.a. die Arbeiten Bruno Mathssons und Alvar Aaltos kennenlernte.


1939 begibt sich Risom nach New York, um sich mit US-amerikanischem Design auseinanderzusetzen. Wegen der Schwierigkeiten, Aufträge als Möbeldesigner zu finden, betätigt er sich zunächst als Textilgestalter. 1941 tut sich Jens Risom mit dem Unternehmer Hans Knoll zusammen. 1942 nimmt die Hans Knoll Furniture Company 15 Entwürfe Risoms der Serie ‚600’ in ihre Eröffnungskollektion auf. 


Während des zweiten Weltkriegs dient Risom in der US-Armee. Nach seiner Rückkehr arbeitet er zunächst wieder für Knoll, gründet jedoch 1946 sein eigenes Studio, das schnell sehr erfolgreich wird. 1954 erweitert das Jens Risom Design Studio seinen Leistungsumfang um die Gestaltung von Bibliotheken, Krankenhäusern und Büros. Einer von Risoms Bürostühlen erlangte ganz besonderem Ruhm, als Lyndon B. Johnson ihn für das Oval Office wählte. 1970 verkaufte Risom das Jens Risom Design Studio an Dictaphone, blieb jedoch noch drei Jahre lang Vorstandsvorsitzender. Anschließend zog er nach New Canaan/Connecticut, wo er den Beratungsservice ‚Design Control’ gründete.

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