MIKROCHIC — kleine Großzügigkeit auf 27 Quadratmetern
Entwurf
bfs-design
Umsetzung
minimum
Location
Friedrichstraße, Berlin-Kreuzberg
Wichtige Hersteller
HAWA, Flos, Nemo Light, MDF Italia, Fantini, Kehlheimer Naturstein
Fotograf
Yves Sucksdorff
Mikrowohnung
2016 lud minimum 14 Berliner Architekturbüros zum Mikrowohnen-Wettbewerb »siebenundzwanzig quadratmeter« ein, der gute Antworten auf die Entwicklung hin zu kleinerem Wohnraum in der Stadt finden sollte. Das Büro bfs-design überzeugte die Jury mit einem Entwurf, der mit Atmosphäre, Raumgefühl und klugen Details punkten konnte.
Jetzt wurden die Ideen — mit kleinen Anpassungen — in einem minimum Besprechungsraum umgesetzt, der nun auch zum Schlafen, Kochen, Duschen und Bleiben einlädt.
Wer den Raum betritt, lässt sein Blick wahrscheinlich zuerst auf den Park schweifen, der vor der Tür des Gebäudes FRIZZ23 in Berlin-Kreuzberg liegt. Nachdem man die Augen vom Grün gelöst hat, fällt neben dem Tense Tisch von MDF Italia mit Agape Stühlen unter der Flos Lichtskulptur AIM vermutlich zunächst nicht auf, dass sich hinter der Wandverkleidung aus furnierter Räuchereiche und Spiegelglas noch weitere Räume öffnen. Denn die Wand aus bündig gestalteten Türen vom Schreiner mit Beschlägen von Hawa gibt dem Ort — je nach Bedürfnis — neue Funktionen. Ganz vorne am Fenster schließt sich an die zum Daybed gepolsterte Sitzbank noch eine weitere Liegemöglichkeit an. Hinter den ersten Türen, die sich praktisch zur Seite falten und schieben lassen, befindet sich ein 160 x 200 cm-Bett, an dessen Kopfteil eine Leselampe Licht für Zwei bietet und Regale die Nachtlektüre willkommen heißen. Neben der Schlafnische verbirgt die Holzwand einen durchdachten Kleiderschrank, der sich der Länge nach in den Raum ziehen lässt. Klappt und schiebt man die Paneele in der Raummitte, kommt eine Küche mit der Nanooberfläche Fenix zum Vorschein, die besonders pflegeleicht ist. Die letzte Tür führt zum Bad, das mit einem Oberlicht über Tageslicht verfügt und mit dem schönen Wachenzeller Dolomit Naturstein und Armaturen von Fantini edel ausgestattet ist.
Selbstredend, dass auch der Spiegel, der sich zwischen Holzwand und Tür befindet, hier weitere Funktionen erfüllt und eine Garderobe, Hauswirtschaftsschrank sowie Haustechnik beinhaltet. Dazu lassen sich überall Schubfächer in der Wand und unterhalb des Fensters herausziehen, die mit ihren Maßen beispielsweise auf Handgepäck oder Getränkekisten abgestimmt sind und so den Bedürfnissen eines urbanen Nomaden entsprechen.
Wir bedanken uns herzlich bei unserem Lieblingsschreiner und der Firma Hawa, die die Umsetzung dieses gelungen Entwurfes erst möglich gemacht haben.
So möchten Sie auch wohnen?
Gerne konzipieren und verwirklichen wir für Sie Ihren individuellen Wohntraum. Ihre Ansprechpartnerin für das Team bei minimum Nadin Sokatschewa freut sich auf Ihre Wünsche.