#Manufaktur im Portrait: Hedwig Bollhagen

12.03.2018
Hedwig Bollhagen und ihre Manufaktur sind für ihre aufwendig produzierten Keramiken weltberühmt. Wir beleuchten ihre Geschichte und zeigen Ihnen, wie beispielsweise Serien mit besonders feinen Mustern hergestellt werden.

Im Alter von 14 Jahren sah Hedwig Bollhagen in einem Hannoveraner Schaufenster Geschirr, das so aussah, wie sie es sich wünschte: schlicht, ohne überflüssiges Beiwerk und formschön. Es stammte aus einer Manufaktur in Velten-Vordamm bei Berlin. Dort vervollständigte Bollhagen ihre Ausbildung und blieb ihr Leben lang in der Gegend. Heute sind die Kollektionen der Keramikkünstlerin weltberühmt. Einen wichtigen Beitrag zu ihrer Werkstatt leisteten KeramikerInnen des Bauhauses wie Theodor Bogler und Charles Crodel.

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Uns hat es besonders die Serie "Ritz" mit ihren grafischen Mustern angetan. Doch wie bekommt man so feine Muster auf die Keramikoberfläche? 
Dafür wird die Keramik engobiert, das heißt mit einer dünnflüssigen schwarzen Tonmineralmasse gleichmäßig eingestrichen. Nachdem die Engobe getrocknet ist, kratzt man sie mit unterschiedlichen Werkzeugen dort wieder weg, bis das Weiß – nichts anderes als die ursprüngliche Farbe des Tons – wieder zu sehen ist. Danach wird die Keramik zwei mal gebrannt. Vor dem zweiten Brand erhält sie noch eine transparente Glasur. Das ist alles ziemlich aufwendig und nicht ganz ohne Tücken. Das Ergebnis lohnt jedoch die Mühe, wie wir finden!

Ausgewählte Hedwig Bollhagen-Produkte, darunter die legendäre Obstschale "Ritz" zeigen und verkaufen wir bei minimum in der Torstraße 140.