bauhaus #91: Butterdose von Wilhelm Wagenfeld

28.07.2019
Wilhelm Wagenfeld entwickelte in seiner Werkstatt Objekte, die funktional und schön zugleich sind. So zum Beispiel seine Butterdose, dessen ausgeklügelte Details zeigen, dass er an alles dachte und Form und Ästhetik zu verbinden wusste.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 legendäre Stilikonen vor, die immer noch beliebt und erhältlich sind.

Wilhelm Wagenfeld gründete in den 50er Jahren seine eigene Werkstatt. Dort entwarf er Gebrauchsgegenstände für WMF und Braun, deren Produkte in der jungen BRD stilprägend wirkten. Wagenfeld legte großen Wert auf funktionale und ästhetische Beständigkeit. Er entwickelte und testete Varianten eines Objektes. Sein Gespür für ästhetische Funktion wird an Details deutlich: Die Butterdose besteht aus geruchs- und geschmacksneutralem Edelstahl; durch das Glas sieht man, ob die Butter noch frisch ist. Die stromlinienförmigen Elemente der Gestaltung der Frühstücksserie greifen den Trend der 50er Jahre so subtil auf, dass er immer noch Spaß macht.

Alle in dieser Serie gezeigten Produkte werden in einer Ausstellung im Herbst 2019 zu sehen sein.