bauhaus #43: Zucker-Sahne-Service von Marianne Brandt

26.08.2018
Die Malerin und Bildhauerin Marianne Brandt setzte in der 1926 generalüberholten Metallwerkstatt trotz aller Widrigkeiten ihrer männlichen Kollegen neue Standards in Eleganz und Reduktion. Wir stellen heute ihr Zucker-Sahne-Service vor.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 legendäre Stilikonen vor, die immer noch beliebt und erhältlich sind.

1926 erhielt die Metallwerkstatt neue Räume und bessere Maschinen. Der Weg zur Serienproduktion war geebnet. Mit Marianne Brandt trat erstmals eine Frau in die Werkstatt ein und leitete sie später auch stellvertretend. Ihre männlichen Kollegen ließen Brandt zunächst alles machen, worauf niemand Lust hatte. Die Malerin und Bildhauerin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und eroberte ihre Skeptiker mit Gebrauchsgegenständen, deren formale Reduktion Standards setzte. Das Service, das sie mit Helmut Schule entwickelte, glänzt noch heute auf Tischen als Exempel eines eleganten Funktionalismus. Heute wird es von Alessi hergestellt. 

Alle in dieser Serie gezeigten Produkte werden in einer Ausstellung im Herbst 2019 zu sehen sein.