bauhaus #94: Tee-Extraktkännchen von Marianne Brandt

18.08.2019
Leider ist Marianne Brandts Kännchen aufgrund seiner filigranen und aufwendigen Herstellungsweise nie in Massenproduktion gegangen. Trotzdem ist das Tee-Extraktkännchen ein wahres Meisterstück, das wir Ihnen hier einmal vorstellen wollen.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 legendäre Stilikonen vor, die immer noch beliebt und erhältlich sind.

Eine Briefmarkenserie von 1998 bildet das Tee-Extraktkännchen Brandts neben der Wagenfeld-Leuchte und dem Wassily-Sessel ab. Sie bekräftigt den unbestrittenen Rang des Kännchens aus versilbertem Messing als Meilenstein der Designgeschichte. László Moholy-Nagy, der Brandt zu seinen begabtesten SchülerInnen zählte, unternahm höchstpersönlich Gießversuche, um die Tropffreiheit des Kännchens zu garantieren. Eigentlich für die Produktion gedacht, hätten seine Form gedrückt und die Füße gegossen und angelötet werden müssen. So ist das kleine Kunstwerk auch heute kein Massenprodukt, sondern wird noch immer von einem Silberschmied gefertigt. 

Alle in dieser Serie gezeigten Produkte werden in einer Ausstellung im Herbst 2019 zu sehen sein.