bauhaus #64: Siebschale von Theodor Bogler/Hedwig Bollhagen

20.01.2019
Dieses feine Küchenutensil entstand bereits in den 1920er Jahren, wurde aber im Laufe der Zeit weiter verbessert. Heute unterstreicht diese Siebschale den den bauhaus-Charakter, der Funktionalität hervorhebt, perfekt.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 legendäre Stilikonen vor, die immer noch beliebt und erhältlich sind.

Theodor Bogler bereicherte auch während seiner Tätigkeit in der Manufaktur Hedwig Bollhagen 1934 bis 1938 das Keramik-Handwerk mit neuen Impulsen. Die Entwürfe für seine berühmte Obstschale waren bereits ein Jahrzehnt früher entstanden, als Bogler in der Steingutfabrik Velten-Vordamm wirkte. 1972 verbesserte Hedwig Bollhagen die Funktionalität der Schale: Sie ließ in den Boden ein Sieb ein, unter dem sich ein Hohlraum befindet und passte daher auch die Form des Fußes behutsam an. Im Gegensatz zu Boglers Originalentwurf konnte das Wasser des gewaschenen Obstes in dieser Schale nun abtropfen – ganz im Sinne der bauhaus-Haltung, die den Gebrauchswert großschrieb.

Alle in dieser Serie gezeigten Produkte werden in einer Ausstellung im Herbst 2019 zu sehen sein.