bauhaus #46: bauhaus-Tapete von Hermann Fischer

16.09.2018
Obwohl die bauhaus-Werkstatt für Wandmalerei lange im Schatten der anderen Bereiche stand, gelang ihr mit den ab 1962 veröffentlichten Tapeten ein wahrer Kassenschlager. Wir zeigen, was diese Tapeten so besonders macht.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 legendäre Stilikonen vor, die immer noch beliebt und erhältlich sind.

Die bauhaus-Werkstatt für Wandmalerei fristete lange ein Schattendasein. Doch 1929 – Hannes Meyer war inzwischen Direktor – regte das Familienunternehmen Rasch den Entwurf von Tapeten an.
1929 gelangten die ersten auf den Markt, kaum ein Jahr später explodierte die Nachfrage. Die bauhaus-Tapete wurde zum einträglichsten Produkt der sich in Geldnot befindenden Schule.
Typisch für die damals entwickelten Muster sind dezente Linien und Raster, die feine Oberflächenstrukturen bilden, welche heute farblich gestaltet werden können. Das hier gezeigte, zeitlose Muster stammt von Hermann Fischer, einem der erfolgreichsten Entwerfer. 

Alle in dieser Serie gezeigten Produkte werden in einer Ausstellung im Herbst 2019 zu sehen sein.