bauhaus #45: Sessel F 51 von Walter Gropius

09.09.2018
Auf seine Grundformen reduziert ist der Sessel F 51 zwar voluminös gepolstert, aber trotzdem nicht zu überladen. Erfahren Sie mehr über diesen Sessel, der formal den Weg zu den Freischwingern späterer Jahre ebnete.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 legendäre Stilikonen vor, die immer noch beliebt und erhältlich sind.

Noch bevor Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand eine Sesselikone mit losen Polstern im Stahlrohrgerüst schufen, zeigte Walter Gropius wie ein voluminös gepolsterter Sessel aussieht, wenn man ihn auf die kubische Grundform reduziert. Dank angeschrägter Rückenlehne erweist sich der F51 nicht nur als avantgardistisch, sondern auch als bequem. Formal schon auf dem Weg zu den späteren Freischwingern war ihm ein illustrer Platz zugedacht im quadratisch konzipierten Direktorenzimmer des bauhauses. Gropius hatte es für die Ausstellung „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ entworfen, um das Können der bauhaus-Werkstätten zu demonstrieren. 

Alle in dieser Serie gezeigten Produkte werden in einer Ausstellung im Herbst 2019 zu sehen sein.