bauhaus #44: Hocker Nr. 60 von Alvar Aalto

02.09.2018
Nach der Schließung des bauhaus zur Zeit des Nationalsozialismus bestanden die dort gelehrten Gestaltungsprinzipien trotz aller Widerstände weiter. So schuf Alvar Aalto einen robusten, multifunktionalen Hocker mit Klassikerstatus.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 legendäre Stilikonen vor, die immer noch beliebt und erhältlich sind.

Das bauhaus hatte 1933 auf Druck der Nationalsozialisten seine Pforten geschlossen. Da entstand nach ähnlichen Gestaltungsprinzipien wie denen der Avantgarde-Kunstschule in Finnland ein Hocker. Schlicht, elegant und leicht sollte er sein und dabei so robust, dass man ihn getrost auf den Boden schleudern könne, stapelbar und kostengünstig.
Alvar Aalto schuf ihn für die Stadtbibliothek des damaligen Viipuri. Lange hatte er mit Hitze und Dampf experimentiert, um die berühmte Kurve in die Hockerbeine zu bekommen. Der Lohn der Mühe: ein multifunktionaler Helfer mit Klassikerstatus – immer noch nachgeahmt, doch ohne die Qualität des Originals zu erreichen. 

Alle in dieser Serie gezeigten Produkte werden in einer Ausstellung im Herbst 2019 zu sehen sein.