bauhaus #37: Hocker Tabouret Solvay von Jean Prouvé

15.07.2018
Den Strapazen des zweiten Weltkriegs trotzte die Fabrik von Jean Pouvé, indem sie auf das im Krieg knappe Material Metall verzichtete und sich stattdessen auf Holz konzentrierte. So entstand unter anderem dieser stabile und schicke Hocker.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 legendäre Stilikonen vor, die immer noch beliebt und erhältlich sind.

Von 1941 bis 1943 erlebte die Fabrik des Konstrukteurs Jean Prouvé einen wirtschaftlichen Einbruch, denn sie weigerte sich, für die deutsche Besatzung zu arbeiten. Zudem war das bis dahin verarbeitete Metall in den Kriegsjahren knapp. Dafür entstanden in den Ateliers Jean Prouvé mehrere Möbel aus Holz für das Chemieunternehmen Solvay, so z.B. der gleichnamige Hocker. Form und Positionierung der Beine und die Kombination von Dreieck und Kreis lenken die Aufmerksamkeit auf den konstruktiven Zusammenhalt. Die verbindenden Metallscheiben sorgen für Stabilität und einen grafischen Akzent. Heute verwendet man den charakterstarken Hocker auch gern als Beistelltisch.

Alle in dieser Serie gezeigten Produkte werden in einer Ausstellung im Herbst 2019 zu sehen sein.