Ausstellungstipp: gern modern?

28.02.2017
Die Ausstellung des Berliner Werkbundarchivs gern modern? konzentriert sich auf den Neuaufbau des im zweiten Weltkrieg zerstörten Berlin und welche Möbeltypen und Wohnkonzepte sich entwickelten. Wir geben Ihnen eine kurze Übersicht.

gern modern? Wohnkonzepte für Berlin nach 1945. 
9.2. – 26.6.2017 im Berliner Werkbundarchiv – Museum der Dinge.

Nach 1945 stellte sich im zerstörten Berlin die Frage nach dem Wohnen neu, denn in allen Berliner Sektoren bestand ein dramatischer Bedarf an Wohnraum, Mobiliar und Alltagsdingen. Den Neuaufbau betrachtete der Werkbund auch als Chance, die in den 1920-er Jahren entwickelten Konzepte zum Neuen Bauen und zur Neuen Wohnung umzusetzen. Lilly Reich, Werkbund-Protagonistin und langjährige Arbeits- und Lebensgefährtin Ludwig Mies van der Rohes, sprach von einem günstigen Augenblick, einer wirklich kulturell hochstehenden Wohnform den Weg zu bereiten.
Mitglieder der „Arbeitsgruppe Innenausbau“ des Berliner Werkbunds entwickelten neue Möbeltypen. Die frühen Entwürfe der Bauhaus-Schüler Eduard Ludwig und Herbert Hirche werden in der Ausstellung gern modern? erstmals gezeigt. Zum Teil unbekannte Objekte und Dokumente aus den eigenen Sammlungen sowie zahlreiche Leihgaben vermitteln ein facettenreiches Bild der Werkbund-Initiativen zum Wohnen bis in die späten 1950-er Jahre.  

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Zu sehen sind Architekturmodelle und Möbel, Plakate, Pläne und Zeichnungen, historische Fotos und Filme sowie Schulkisten und ein Baukasten aus der Berliner Wohnberatungsstelle. Für die Gestaltung der Ausstellung sind die Grafikdesignerin Rose Epple und der Berliner Produktdesigner Alex Valder verantwortlich. 

Richard Lampert
Hirche Lounge Sessel
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ab 477,65 € *
Richard Lampert
Barwagen
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