Ausstellung: jasper morrison. thingness

23.03.2017
Das Bauhaus-Archiv Berlin widmet jetzt dem britischen Designer Jasper Morrison die erste Ausstellung seiner Werke in Deutschland. Aus diesem Anlass wollen wir kurz auf das Leben und Schaffen des geradlinigen Produktdesigners blicken.

Die erste deutsche Retrospektive des britischen Produkt- und Möbeldesigners, jetzt im Bauhaus-Archiv Berlin.

Von Jasper Morrison entworfene Dinge sind im engsten Wortsinn sympathisch. Man merkt ihnen sofort an, dass sie das Anliegen, uns zu verstehen, in sich bergen. Mit unprätentiöser Eleganz fügen sie sich in das Alltagsleben des modernen Menschen. Da sie einfach funktionieren, lenken sie unsere Aufmerksamkeit nicht von dem ab, was wir gerade tun.

Der 1956 in London geborene Morrison strebte in der Gestaltung stets danach, jedes Designer-Mätzchen zu tilgen. Weniger als durch eine „Handschrift“, sollte sich ein Ding durch perfekte Funktionalität auszeichnen. In diesem Zusammenhang prägte Morrison den Begriff des „Super-Normalen“, mit dem er die subtile Verbesserung klassischer Typen bezeichnete.
Ein gutes Beispiel hierfür: sein Hal Cantilever – einer der wenigen zeitgenössischen Freischwinger, die dank Materialwahl und Technologie noch bequemer sind als ihre berühmten Bauhaus-Vorgänger.

Morrisons Schaffen, das in der Tradition von Dieter Rams und Max Bill steht, wurde mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet. Das Berliner Bauhaus-Archiv widmet ihm nun die Ausstellung thingness. Sie stellt die präzise Beobachtung, auf der die Zweckmäßigkeit der von Morrison entworfenen Dinge beruht, in den Vordergrund. Zu sehen sind Möbel, Kochutensilien, Geschirrserien, Leuchten, Uhren und andere Gegenstände, die als ideale Werkzeuge des Alltags gelten können. 

jasper morrison. thingness im Berliner Bauhaus-Archiv, vom 22.03. bis 23.10.2017, Mittwoch bis Montag: 10–17 Uhr, dienstags geschlossen.

Jasper Morrison bei minimum

Vitra
HAL Freischwinger
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Cork Hocker
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