3 minimum-Ausgehtipps zum Jahresende

12.12.2018
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und gibt uns die Gelegenheit, viele tolle Veranstaltungen zu besuchen, von denen wir Ihnen hier einige vorstellen möchten.

Diese Veranstaltungen sollten Sie nicht verpassen:

1. Die "Petite Messe Solennelle" mit dem am Bauhaus in Dessau gegründeten Ensemble Nico & the Navigators am Radialsystem

Das seit 1988 erfolgreiche Ensemble Nico and the Navigators ist das erste, das Rossinis "Petite Messe Solennelle" inszenierte – und das in eindrucksvollen Bildern, die die Essenz der Musik erfassen und gekonnt der Gegenwart übergeben. Musikalisch kann man sich auf die äußerst selten aufgeführte Version der theatralischen Messe mit Harmonium und zwei Klavieren freuen.  
Am 29.12. und 31.12.2018, 20 Uhr, –> Karten gibt es hier, 
Radialsystem, Holzmarkstraße 33 in 10243 Berlin.

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2. Bauhausreferenzen in Giuseppe Verdis "Falstaff" an der Berliner Staatsoper

Wir haben uns so amüsiert, dass wir Ihnen dieses Juwel nicht vorenthalten wollen. Das liegt nicht zuletzt an Michael Volle, der die Titelpartie in Giuseppe Verdis letzter Oper mit der sinnlichen Komik singt und spielt, die die Rolle braucht und bei dem sich auch noch die kleinste Bewegung wie natürlich aus der Musik ergibt. Zufällig gibt es auch hier einen Bauhaus-Bezug. Diesmal durch die Architektur des Bühnenbildes im 2. Akt, das an das Bauhauserbe in Nordamerika erinnert.  Die Inszenierung garantiert exzellente Unterhaltung. Daher sieht man dem v.a. durchs Kino bekannten Regisseur Mario Martone gern auch die ungeschickten Berlin-Referenzen im 1. und letzten Akt nach.
Am 20.1218 um 19.30 Uhr, am 23. und 25.12.18 um 18 Uhr und am 1. Januar 2019 um 18 Uhr. –>Karten gibt es hier. 
Berliner Staatsoper, Unter den Linden 7, 10117 Berlin.

3. Ausstellung: Beatriz González Retrospektive 1965–2017 am KW Institute for Contemporary Art noch bis 6. Januar 2019

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Beatriz Gonzáles, La Muerte del picador (vorne), 1973, Decoración de Interiores (hinten), 1981, Installationsansicht in der Ausstellung Retrospective 1965-2017, KW Insititute for Contemporary Art, Berlin, 2018, Foto: Frank Spärling

Wer die beeindruckende Werkschau von Beatriz González, einer der großen Protagonistinnen der lateinamerikanischen Kunstszene, noch nicht sehen konnte,  hat noch bis zum 6. Januar 2019 die Gelegenheit. In den späten 1950er Jahren etablierte González eine von Ikonenmalerei, kunsthistorischen Motiven und lokalen Stilen beeinflusste, künstlerische Praxis. Seither befassen sich ihre Arbeiten mit Szenen des Alltagslebens und politischen Ereignissen in Kolumbien. Gonzáles greift auf die Formensprache der Pop Art zurück und verwandelt deren Stilelemente subjektiv, um persönliche Perspektiven auf politische Ereignisse zu thematisieren. Zu entdecken sind auch Gonzáles'  spannende Aneignung von Readymades und eine berührende Auseinandersetzung mit den Themen Gewalt, Trauer und Schmerz. 

Die Ausstellung entstand in  Zusammenarbeit mit dem CAPC musée d’art contemporain de Bordeaux und dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid. 
KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin, Mi–Mo 11–19 Uhr, Do 11–21 Uhr.

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Beatriz Gonzáles, Los papagayos, 1986-1987, Installationsansicht in der Ausstellung Retrospective 1956-2017, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2018, Foto: Frank Spärling