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Ferdinand Kramer

Ferdinand Kramer (22.01.1898 - 04.11.1985) war ein deutscher Architekt und bekannter Designer der frühen Moderne und auch der Nachkriegsmoderne.
© KRAMER ARCHIV
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Kramers Entwürfe faszinieren noch heute durch radikale Modernität und eine bedingungslose Einfachheit. Er war zunächst Mitarbeiter des Frankfurter Stadtplaners Ernst May.  1938 emigrierte er in die USA und war als Architekt in New York tätig. Nach dem Krieg kehrte er nach Frankfurt zurück und wurde Baudirektor der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität. Ferdinand Kramer verband das moderne und zweckmäßige Bauen mit einem wachen Blick für die kleineren Notwendigkeiten des Alltags. Für die engen Arbeiterwohnungen der 1920er-Jahre ersann er Möbel, die flexibel, leicht und vielfältig kombinierbar waren: Liegen und Stühle mit schlichten Holzrahmen und Sitzen aus Leder-, Korb oder Kunststoffgeflecht, Büfetts, die sich vertikal und horizontal erweitern ließen.
In den USA entstanden die „Knock-Down“-Möbel, deren Einzelteile materialsparend aus einer Schichtholzplatte geschnitten und vom Käufer selbst zusammengesetzt und auseinandergenommen werden konnten – Vorläufer des Ikea-Prinzips. Kramer entwickelte standardisierte Ladeneinrichtungen, er erfand Öfen und einen Wegwerfschirm aus Papier. „Er war wirklich ein genialer Tüftler, aber er hatte in späteren Jahren keinen Nerv, seine Erfindungen zu vermarkten“, sagt Lore Kramer. „Aber ich hatte ihn ja auch nicht.“ Bis ein Bekannter ihr vorschlug auf e15 zuzugehen.

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