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Yanagi Sōri

Yanagi Sori hinterließ mit Möbeln, U-Bahn-Stationen, Autos und Motorrädern eine Vielzahl immer noch beeindruckender Spuren in der modernen Lebenswelt. Er gehörte zu den bedeutendsten Architekten und Designern des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er mit einer Formensprache, die japanische Ästhetik, westliche Fertigungstechniken und den Einsatz moderner Materialien integrierte.

Yanagi Sōri studierte von 1933 bis 1938 an der Kunstakademie Tokio sowohl Kunst als auch Architektur. 1940 wurde er Mitarbeiter des Architekturbüros von Sakakura Junzō ­– eines der größten Architekten der japanischen Moderne. Junzō hatte in den 30er-Jahren in Paris eng mit Le Corbusier zusammengearbeitet. Die Mitarbeit in seinem Büro bedeutete für Yanagi einen ersten Brückenschlag hin zur europäischen Avantgarde. Im Anschluss an diese Kooperation wurde Yanagi von 1942 bis 1949 Assistent von Charlotte Perriand, die zu dieser Zeit mit der Beratung des japanischen Handelsministeriums in Tokio im Bereich Kunst und Kunsthandwerk beauftragt war.  


Yanagi engagierte sich über einen langen Zeitraum für den Design-Nachwuchs. 1947 begann er eine Lehrtätigkeit am Institut Bunka Gaguin. 1952 gründete er sein eigenes Yanagi Industrial Design Institute. Ab 1953 unterrichte er an der Frauen-Kunstschule in Tokio, von 1960 bis 1961 an der Staatlichen Werkkunstschule in Kassel.  


Die Welt des internationalen Designs bedachte Yanagi mit einer Vielzahl von Ehrungen: so zum Beispiel 1957 mit der Goldmedaille der Triennale von Mailand. 1964 wurden Yanagis Arbeiten, unter ihnen der Butterfly-Hocker, auf der documenta III in Kassel ausgestellt. Heute sind sie in den bedeutendsten Designsammlungen der Welt vertreten, selbstverständlich auch im New Yorker MoMa.

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