Le Corbusier

Le Corbusier

Designer, Architekt und Stadtplaner

Le Corbusier (eigentlich Charles-Édouard Jeanneret-Gris, 6. 10. 1887  – 27.8. 1965) dürfte wohl einer der bekanntesten Namen der jüngeren Architekturgeschichte sein. Seine Konzepte zum modernen Städtebau, seine Bauwerke und Inneneinrichtungen waren häufig umstritten. Eine Vielzahl seiner Ideen und Designs gelten heute als zeitlos. Die stilistischen Merkmale seiner Architektur und der Einsatz von Farben sorgten für weltweiten Ruhm.

Le Corbusier: Leben und Werk

Geboren wurde Charles Edouard Jeanneret-Gris im schweizerischen La Chaux-de-Fonds nahe der Grenze zu Frankreich. Mit 13 Jahren begann er an der Kunstgewerbeschule seiner Geburtsstadt eine Lehre zum Graveur und Ziseleur und entdeckte dabei sein Interesse an Malerei und Architektur. Es folgte eine Ausbildung zum Architekten. Wenig später entstehen die ersten Bauwerke nach Le Corbusiers Entwürfen. Um seine Ausbildung zu vervollständigen, unternahm Le Corbusier Reisen zu architekturhistorisch bedeutenden Stätten in Norditalien, Frankreich, Wien und Budapest. Dort studierte er wichtige Bauwerke und traf zeitgenössische Architekten und Stadtplaner wie Josef Hoffmann, Architekt und Wortführer der Wiener Secession, und Tony Garnier, der den Entwurf einer 'Idealstadt' entwickelt hatte. Die Kenntnisse, die Le Corbusier in dieser Zeit sammelte, beeinflussten seine spätere Arbeit.


Kubismus und Purismus – Le Corbusier Bauten

Le Corbusiers Interesse galt im ersten Viertel des 20. Jh.s vor allem der modernen Stahl- und Eisenbetonbauweise. 1914 entwickelte er selbst das Eisenbeton-Skelett-System „Dom-Ino“. Hierbei bediente sich Le Corbusier des Architekturprinzips des freien Grundrisses, der es ermöglicht, auf fest eingezogene tragende Wände in den einzelnen Geschossen zu verzichten. Bereits in diesem frühen Werk des Architekten zeigen sich Designelemente, die später untrennbar mit dem Namen Le Corbusier verknüpft werden. Nach seinem Umzug nach Paris 1918 beschäftigt sich Le Corbusier mit dem Kubismus und malt gemeinsam mit dem Maler Ozenfant Stillleben in ganz eigener Farbklaviatur. Le Corbusier lässt seine Vorstellungen des aus dem Kubismus entwickelten Purismus fortan zum bestimmenden Element seiner Bauwerke und Möbel werden. Ab den 20-er Jahren entstehen berühmte Bauwerke wie die Villa Savoye in Poissy oder Häuser in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung. Das Corbusierhaus „Unité d’Habitation“ in Berlin-Westend zieht auch noch heute Besucher an.


Das Möbel Design von Le Corbusier

Die Faszination für Stahlrahmen und kubistische Formen ist auch in der Mobiliargestaltung des Designers erkennbar. 1928 erscheint die berühmte LC4-Chaiselongue, die Le Corbusier zusammen mit den Designern Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand entwarf und somit ein zeitloses Möbel erschuf. Das Design der innovativen Liege wurde oft imitiert, doch die Imitationen erreichten nie Liegekomfort der echten Chaiselongue, die heute ausschließlich von dem italienischen Möbelhersteller Cassina gefertigt wird. Der Chaiselongue Le Corbusiers folgten weitere Meisterwerke des Möbeldesigns, die heute als Klassiker gelten. Le Corbusier steht auch für schwebende Tischplatten und Clubsessel-Designklassiker. Im Design des Architekten war jedes Element, vom kleinsten bis zum größten aufeinander abgestimmt. Was sich quaderförmig und puristisch im Stil der Bauwerke zeigte, ließ sich ebenso auf den modernen Städtebau oder die Inneneinrichtung einer Wohnung oder 'Wohnmaschine' übertragen.

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