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Isamu Noguchi

„Mein Vater, Yone Noguchi, ist Japaner und seine Dichtung ist seit langem bekannt als die Übersetzung des Ostens für den Westen. Ich möchte das gleiche mit der Bildhauerei tun“, schrieb Noguchi 1927 in seiner Bewerbung um ein Guggenheim-Stipendium. Möbelgestalter (u.a. für Knoll International), Bildhauer, Bühnenbildner und Landschaftsarchitekt: in Isamu Noguchis Auffassung von Skulpur und Raum lösen sich klassische Kategorien auf. Er gilt als einer der größten US-amerikanischen Bildhauer und als Pionier der Land Art.

Mit Poesie in den Genen wurde Noguchi als Sohn des japanischen Dichters Noguchi Yonejirō und der amerikanischen Schriftstellerin Leonie Gilmour 1904 geboren. Isamu Noguchi studierte an der Columbia University und der Leonardo da Vinci Art School. 1927 erhielt der begabte junge Künstler ein Guggenheim-Stipendium für zwei Jahre. Wenig später war er Assistent von Brâncuși in Paris. Nach seiner Rückkehr in die USA wurde seine erste Einzelausstellung in der New Yorker Eugene Schoen Gallery gezeigt.


Zwischen 1930 und 1932 reiste Noguchi nach Paris, Peking und Japan. In China studierte er insbesondere die Pinselzeichnung, in Japan das Töpfern. In den Folgejahren entwarf Noguchi öffentliche Plätze, Denkmäler, Spielplätze und Bühnenbilder.


1941 gründete Noguchi die Gruppe "Nisei Writers and Artists for Democracy", um auf die, infolge des Angriffs auf Pearl Harbor entstandene, antijapanische Stimmung zu antworten und die Internierung japanisch-stämmiger US-Amerikaner zu stoppen. Er half, einen Dokumentarfilm über die Internierung zu realisieren und begab sich später freiwillig in ein Internierungslager, um die Insassen mit Entwürfen von Gemeinschaftsorten wie Parks, Schwimmbädern oder Baseballcamps zu unterstützen, wurde aber selbst als verdächtige Person festgehalten, als er nach New York zurückkehren wollte.


Zwischen 1942 und 1948 konzentrierte er sich vor allem auf seine Theaterarbeit und entwarf Bühnenbilder für Martha Graham, Merce Cunningham und John Cage. 1947 begann Noguchi auch die Zusammenarbeit mit dem Möbelhersteller Herman Miller. Dabei traf er mit George Nelson, Paul Láslo und Charles Eames zusammen, mit denen er einen Katalog erarbeitete, der bis heute als der einflussreichste Korpus moderner Möbelgestaltung gilt. Der Katalog enthielt natürlich auch den ikonischen Noguchi-Tisch.  


Nach 1949 reiste er mehrmals durch Europa, in den Mittleren Osten und nach Japan. Er  richtete Ateliers ein im japanischen Kamakura, in Long Island City (New York) und auf der japanischen Insel Shikoku. 1980 gründete er die Isamu Noguchi Foundation. Der Aufbau des Isamu Noguchi Garden Museum in Long Island City folgte. Ein weiteres Isamu Noguchi Garden Museum befindet sich in Japan anstelle eines der beiden Ateliers Noguchis.


Isamu Noguchi starb 1988 in New York. Sein Werk ist mit vielen Preisen und Auszeichnungen geehrt worden.

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