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Für Hella Jongerius ist genau diese Suche nach Kontexten, nach Verbindungen zwischen Gegenwart und Geschichte die einzige Art, wie Produktdesign heute noch entstehen kann. "Wir können uns keine Egotrips mehr leisten. Die Frage, die junge Designer beantworten müssen, ist: Was könnt ihr der Welt noch hinzufügen, wo es doch schon zu viel gibt?" Die Gestalterin hat keine Lust mehr auf das Marktschreierische ihrer Branche, das Ausrufen immer neuer Trends, um den Betrieb am Laufen zu halten. "Ich ertrage all die bedeutungsleeren Worte nicht mehr. Wir Designer haben eine Verantwortung. Wir müssen Produkte entwerfen, die länger halten als nur ein paar Jahre." Das ist ihre Mission. Dafür setzt sie sich ein, mit dem ganzen Ruhm, den sie sich seit 1993 erarbeitet hat, als sie ihr erstes Studio in Rotterdam aufmachte. Vor acht Jahren ist sie damit nach Berlin umgezogen. Holland wurde ihr zu klein, die Bekanntheit dort zu groß. In Berlin arbeitet sie wieder mit einem kleinen Team. "Ich wachse lieber in die Tiefe." Hella Jongerius will die Art und Weise verändern, in der Industrieprodukte hergestellt werden. Sie will ihnen eine menschliche Spur einschreiben, die Handarbeit, die darin steckt, sichtbar machen.Wie, das hat sich nicht verändert, seitdem sie angefangen hat, Dinge zu entwerfen. "Ich beginne nie mit einem weißen Blatt Papier, das ist nicht meine Art." Ihre Farbe vermutlich auch nicht.

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