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Knoll International bei minimum in Berlin

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in Berlin


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Knoll International bei minimum in Berlin

1938 wurde das Unternehmen Knoll International von Hans Knoll gegründet.
Knoll International gehört zu den renommiertesten Herstellern weltweit und geniesst ein hohes Ansehen im Bereich Design für Büro und Wohnbereich. Mit dem Bauhaus und den damit zusammenhängenden innovativen Entwürfen begann die Erfolgsgeschichte von Knoll International, da das Unternehmen mit den international bekannten und geachteten Designern wir Ludwig Mies van der Rohe, Ettore Sottsass und Alexander Girard zusammenarbeitete. Knoll International zeichnet sich besonders durch elegantes, zeitloses und funktionales Design aus und wurde nicht nur mit zahlreichen Designpreisen ausgezeichnet, sondern ist auch fester Bestandteil der Design-Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

Am berühmtesten sind sicherlich die Entwürfe von Mies van der Rohe, besonders die Barcelona Familie für den Deutschen Pavillon der Weltausstellung 1929 in Barcelona. Ebenso sind heute noch die Klassiker von Harry Bertoia und Florence Knoll Bestandteil der minimum Wohnungs- und Objektausstattungs-planungen.

Knoll International ist ein wesentlicher Bestandteil von minimum im stilwerk Berlin.

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Wie Florence Knoll Mies van der Rohe davon überzeugte mit Knoll Associates zu arbeiten.


Es gibt ein altes – und etwas überholtes – Sprichwort, das besagt, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine kluge Frau steht. So antiquiert das Sprichwort auch ist, so passt es doch sehr gut zur Geschichte von Knoll iInternational.

1937 in New York von Hans G. Knoll gegründet, versuchte sich das Unternehmen auf dem zu jener Zeit zugegebenermaßen schwierigen US-Markt zu etablieren. Abgesehen von Stücken des in New York ansässigen dänischen Designers Jens Risom hatte die Firma damals nicht allzu viel zu bieten. 1941 traf Hans G. Knoll dann Florence Schust. Diese wurde im Jahre 1946 nicht nur zu Florence Knoll, sondern sie war es auch, die ihren Hans davon überzeugte, dass die Zukunft des Unternehmens im Architektendesign liegt. Damit veränderte sie das Schicksal der Firma.

Wir sind neulich über ein Interview mit Florence Knoll gestolpert, das ursprünglich 2001 im Metropolis Magazin veröffentlicht wurde. In diesem Interview spricht sie ziemlich detailliert über die frühen Jahre von Knoll Associates und wie sie dafür verantwortlich war, ihren Freund und ehemaligen Lehrer Mies van der Rohe davon zu überzeugen bei Knoll mitzumachen.

“War das schwer?”*, fragte der Interviewer paul makovsky.

“Ja, das war es,”* antwortete Florence. Doch sie wusste, wie sie ihn umstimmen konnte…

“Ich versprach ihm, dass wir es niemals zulassen würden, dass irgendwelche gewagten Farben oder Materialien bei seinen Möbeln verwendet werden würden.”*

Der Rest ist Geschichte, wie es so schön heißt. Und dabei sind die kultigsten Klassiker des Möbeldesigns entstanden, die man sich vorstellen kann.

Ehrlich gesagt sind wir uns nicht sicher, woher dieser anfängliche Widerwille kam, und auch das Interview bietet dafür leider keine weitere Erklärung. Wir wissen jedoch, dass Mies van der Rohe ein äußerst zurückhaltender Mann war, der sich selbst nie als Vorbild gesehen hat und der sehr viel konservativer gelebt hat, als sich irgendjemand vorstellen kann – ganz anders als seine Gebäude vermuten lassen würden.

Für Mies van der Rohe ging es bei Architektur nicht nur darum, Gebäude zu entwerfen, sondern darum, Gebäude für die Zeit zu entwerfen; darum, eine neue Art von Architektur für das 20. Jahrhundert zu schaffen. in diesem Sinne vermuten wir, dass er einfach nicht als möbeldesignender Architekt im Stil von Eames oder Saarinen gesehen werden wollte. Diesen Status strebte er nicht nur nicht an, sondern er war auch nicht der Grund dafür, wieso er Möbel designt hat. So entwarf er beispielsweise den Barcelona Chair für ein Projekt. Er sollte in ein Gebäude passen – als Einzelstück. Beim Brno Stuhl war es ebenso… Sie wurden nicht für die breite Masse entworfen und auch nicht dafür, ad-hoc in irgendeinen alten Raum gestellt zu werden. Noch weniger wurden sie dafür geschaffen, dem Geschmack und der Mode zukünftiger Zeiten zu entsprechen.

Das erinnert uns ein wenig an Architekten wie Egon Eiermann oder Arne Jacobsen, die in der Vorkriegszeit ihre Möbel exklusiv für bestimmte Gebäude entwarfen. Nach dem Krieg standen natürlich beide der Idee der Möbelproduktion für den Massenmarkt viel offener gegenüber – Mies van der Rohe allerdings nicht. Er blieb Architekt und sein Möbelœuvre blieb auf die Stücke beschränkt, die er für seine Projekte entworfen hatte. Und sie wären das auch geblieben, hätte Florence Knoll es nicht geschafft, ihn davon zu überzeugen, sie für ein breiteres Publikum verfügbar zu machen.

Das hat sie geschafft, weil sie den Mann Mies van der Rohe kannte und verstand.
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