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Cassina bei minimum in Berlin

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Cassina Adressen in Berlin


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Cassina bei minimum in Berlin

Die Brüder Cesare und Umberto Cassina gründeten 1927 unter dem Namen  "Amedeo Cassina" das erfolgreiche Traditionsunternehmen, das heute als Cassina weltweit bekannt ist. Man konzentriert sich in der Herstellung auf die Kombination aus manueller Tischler- und Polsterarbeit und technologisch hochentwickelten Maschinen. Die Übernahme der Lizenzen zur Herstellung der Produkte von Le Corbusier 1964 markierte einen Wendepunkt im Unternehmen.
Die LC-Familie prägte wie keine andere Produktfamilie ab diesem Zeitpunkt die Entwicklung von Cassina zur weltweiten Designmarke - lieben doch viele Architekturinteressierte die Produkte von Le Corbusier, die mit seinem Bruder Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand Ende der 1920er Jahre entstanden sind.

Design-Klassiker wie die Sitzmöbel LC2 und LC3 findet man sowohl in Büros als auch im Wohnbereich. Unser Berliner Showroom minimum im stilwerk – in Laufnähe des Kurfürstendamms – präsentiert Ihnen, wie wunderbar sich die Design-Ikonen von Cassina in eine spannende Collage bringen lassen.

Cassina Produkte in unseren Showrooms

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minimumblog

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Cassina Outdoor-Kollektion – die 522 Tokyo Outdoor von Charlotte Perriand

In Anbetracht des bisher dürftigen Sommers 2012, können wir uns schon mal auf den wärmsten, trockensten Herbst freuen. Merkt euch unsere Worte… es wird ein herrlicher Altweibersommer, den man auf dem Balkon oder im Garten verbringen können wird. Eine der mit Abstand stylischsten Möglichkeiten, etwas verspätete, milde Grillabende zu genießen, ist zweifelsohne die Cassina Outdoor-Kollektion.

2011 auf den Markt gebracht, umfasst die Kollektion neben Outdoorversionen des LC1 Sessels, des LC3 Sofas, des LC7 Drehstuls, des LC8 Drehhockers und des LC10 Tisches von Charlotte Perriand,
Le Corbusier und Pierre Jeanneret, die sogenannte “522 Tokyo Outside”, eine Überarbeitung der LC4 Chaiselongue in Holz von Charlotte Perriand aus dem Jahr 1940 – und in vielerlei Hinsicht das Hightlight der Kollektion.

1940 verließ Charlotte Perriand Frankreich, um eine Stelle als Beraterin für Industriedesign im japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie anzutreten. Dabei beriet sie die Japaner vor allem darin, wie sie ihren Handel mit “dem Westen” verbessern können. Allerdings wären “nicht auf die Seite von Deutschland stellen” und “nicht Pearl Harbour bombardieren” wohl die besseren Ratschläge gewesen. Wir haben natürlich keinen Beweis dafür, ob Charlotte Perriand das je getan hat oder nicht. Sicher ist jedoch, dass sie Tokyo verlassen musste, als sich Japan 1942 mit Deutschland verbündete.

Aufgrund von Seeblockaden und der allgemeinen Situation in Europa kam sie allerdings nur bis nach Vietnam, wo sie die nächsten vier Jahre verbrachte. Neben der Tatsache, dass sie dort ihren zweiten Ehemann heiratete, nutzte sie ihren Zwangsaufenthalt dazu, die einheimischen Holzbearbeitungs- und Webtechniken zu studieren. Einflüsse aus dieser Zeit lassen sich in ihren Arbeiten nach 1947 klar erkennen.

Doch zurück ins Jahr 1940.

Zu Charlotte Perriands Ideen für die Verbesserung des Handels zwischen Japan und “dem Westen” gehörte unter anderem, lokale Materialien und Traditionen zur Herstellung von beispielsweise Möbeln zu nutzen. Auch wenn abermals der Beleg dafür fehlt, können wir uns gut vorstellen, dass bei ihrer Suche nach einem Produkt, welches für die Fertigung aus Bambus geeignet ist, ihre Wahl auf etwas fiel, das ihr vertraut war und von dem sie glaubte, dass es mit Bambus gut funktionieren könnte: die LC4 Liege.

Und es hat funktioniert – sogar hervorragend.

Die Formgebung der Liege erinnert sehr an das, was Designer wie Alvar Aalto oder Marcel Breuer zu jener Zeit entwarfen. Ihre organisch fließende Gestalt steht vollkommen in Kontrast zu dem, was man normalerweise mit Charlotte Perriands damaligen Arbeiten assoziiert.

Das größte Kompliment, das man Charlotte Perriand aber machen kann, ist, dass die 522 Tokyo Outdoor neben den anderen Stücken der Cassina Outdoor-Kollektion keinesfalls fehl am Platze wirkt; sie funktioniert perfekt. die Entscheidung von Cassina, die Liege wiederaufzulegen, kann daher als ebenso genial angesehen werden wie Charlotte Perriands ursprüngliche Realisation des Projekts.
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Schrottplatz Cassina

Als Studenten waren wir theoretisch der Ansicht verpflichtet, Dekonstruktion sei die reinste Form der Kreation. Dies sahen wir unter anderem in der unbestreitbaren Tatsache bestätigt, dass die Gefühle, die mit Dekonstruktion assoziiert werden in vielfacher Hinsicht aus denen der Kreation resultieren. Auch wenn wir uns seitdem weiterentwickelt haben; tief in uns gibt es immer noch diese dunkle Seite, die sich danach sehnt zu schreien: “mach es kaputt!”
Le Corbusier Cassina LC7

Original Cassina Le Corbusier LC 7 Bein, komplett mit Seriennummer und Le Corbusier Signatur

Der Akt der Zerstörung den Cassina vor ein paar Wochen in der belgischen Stadt Vilvoorde unternahm war überraschenderweise weniger einer neuen Kollektion geschuldet als dem Anliegen die Rechte einer bestehenden zu schützen. es galt auf das Problem mit den Designkopien aufmerksam zu machen und dem ganzen Einhalt zu bieten. Zu diesem Zwecke fanden 75 gefälschte Cassina Möbel ihre letzte Ruhe zwischen den zerstörerischen Klauen eines Baggers, was ein Spektakel.

Zur Erklärung: 1965 erteilte Le Corbusier höchstpersönlich die Exklusivrechte an seinem Möbeldesign an Cassina - und nun 50 jahre später ist cassina das einzige Unternehmen, dem es erlaubt ist die Arbeiten von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand zu produzieren. und für dieses recht zahlt Cassina eine Gebühr pro verkauftem Produkt, die in das Vermögen der drei Designer fließt.
Nun wissen wir, dass das für manch einen Freund des Designer Mobiliars ein triftiger grund zum jammern ist. Denn könnten die Möbel nicht viel billiger sein, müssten ihre Kosten nicht auch noch das oben beschriebene Lizenzsystem finanzieren? Natürlich wären sie das. Wir sind jedoch der Meinung,
dass es fairerweise eines zu Bedenken gilt: im grunde ist diese Gebühr der lohn für all den Schweiß des Designers, den er an der Arbeit für seine Produkte gelassen hat. Außerdem: als Designer kommt nicht jeden Monat automatisch das neue Gehalt auf das Konto geflattert – um gar nicht erst vom Weihnachtsbonus anzufangen… besonders unter den gegenwärtigen Bedingungen, wo junge Designer nicht selten ihre eigenen projekte bis hin zur marktversion selber finanzieren müssen, machen die Lizenzgebühren mitunter den kleinen Unterschied zwischen Erfolg und Bankrott aus.
Die Hersteller haben schlichtweg nicht nur die Pflicht ihre Designer zu schützen, sondern auch das Recht ihre Rechte zu schützen.

Die 75 Produkte, die in Vilvoorde zerstört wurden, stammen aus verschiedenen Locations – eine Cocktailbar inbegriffen – und werden wohl nicht die letzten sein, die Cassinas Projekt zum Opfer fallen.
Zu profitabel ist der Markt um die illegalen Kopien, insbesondere denen der modernen und Bauhaus-Möbel.

Dem, der in Besitz eines älteren Le Corbusier Produktes ist und sich nicht im Klaren über seine Herkunft ist, stehen einige Möglichkeiten offen die Originalität des Möbels zu erkennen. Die einfachste liegt in der Signatur, die jedem (originalen!)Le CorbusierProdukt am Rahmen aufgedruckt ist.
Im Zweifelsfall hilft aber bestimmt auch der nächste Cassina-Händler gerne weiter.
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Imm Cologne 2011: Cassina, Le Corbusier Authentic Wood

Jeder weiß, dass Le Corbusier an seine Möbel nichts kommen lässt, was nicht Stahlrohr, Leder oder Glas ist.

Von wegen, hin und wieder durfte es auch etwas Holz sein.

Sagen wir: das muss bisher wohl unserer Aufmerksamkeit entgangen sein. Peinlich. Um solchen Fettnäpfchen zukünftig auszuweichen, orientieren wir uns ab jetzt (bis zum ende dieses texts) an dem, was die Cassina Pressestelle sagt. Die müssten es ja wissen.

Also, auch wenn wir, was Le Corbusier betrifft, zugegebenermaßen bisher nicht gerade mit Sachverstand glänzen konnten – in Sachen Ästhetik macht uns noch selten jemand etwas vor. Deswegen nun trotzdem ein wie gewohnt kompetenter post überLe Corbusier bei der Imm Cologne:

Der Cassina Pressestelle zufolge hat Le Corbusier schon in den 1950ern angefangen mit Holzmöbeln zu experimentieren. Klingt plausibel, finden wir.

Denn 1.: Le Corbusier war als junger Designer schon ein Freund der (hölzernen!) Thonet Bugholzmöbel, die er auch oft in seinen Ausstellungen und auf Messen aufstellte. So ist es ja nur logisch, dass er das, was ihn schon früh faszinierte, später als erfolgreicher Designer in seinen eigenen Arbeiten zu integrieren versuchte.

Und 2.: In den 1950ern waren die besten Jahre der Moderne schon vorbei. die Ciam, für die Le Corbusier eine tonangebende Funktion hatte, war längst dabei neue Richtungen einzuschlagen. Auch in diesem Sinne ist es also wieder nur logisch, dass auch Le Corbusier mit der Zeit mal was Neues probieren wollte.

Was auch immer der wahre Grund gewesen sein mag – wir sind froh, dass er dieses Ergebnis hervorbrachte.

Table de Conférence aus der neuen Le Corbusier Authentic Wood Collection von Cassina.

Die neue Cassina Le Corbusier Authentic Wood Collection hat Holzmobiliar gleich in vierfacher Ausführung zu bieten: als Tabouret, Table de Conférence, Table de Travail und Portemanteau.

Das interessanteste Stück ist für uns der Table de Conférence – ein wunderbarer, runder Konferenztisch – an dem es sich bestimmt auch gut essen ließe – mit Stahlrohrbeinen, den Le Corbusier schon 1958 entworfen hat. Das schöne an dem Tisch ist in unseren Augen, wie er durch sein offenes Metallgestell sogar die solide Eichentischplatte leicht und zugänglich erscheinen lässt.

Durchaus erwähnenswert finden wir außerdem die Garderobe Portemanteau, die ist nämlich so etwas wie Le Corbusiers “hang it all”.

Portemanteau ist eine schwarze Eichenrückwand auf der fünf Aufhänger befestigt sind. Diese Aufhänger sind ebenfalls aus Eiche, bunt und pilzförmig – ein subtiler Versuch das Jacke aufhängen humorvoll aufzumischen? Denkbar!

sicher wissen wir jedoch nur, dass le corbusier portemanteau 1957 für sein cabanon project entworfen hat und so steckt – wie hinter allen arbeiten aus diesem projekt – seine modular-theorie dahinter.

Was der Qualität jedoch nicht im geringsten schadet…

Table de Travail und verschiedene Tabourets.

Mit dem Table de Travail wird ein Schreibtisch ganz unaufdringlich in ein Wandschranksystem integriert. Laut Cassina hatLe Corbusier mehrere Versionen produziert und diese eine gehörte ursprünglich zu der Kollektion l’unité de habitation in Nantes-Rezé – obwohl es auch denkbar wäre, dass sie Teil seines beitrags zur Interbau 57 in Berlin war.

Das vierte Möbel in der Reihe ist Tabouret: eine – machen wir uns nichts vor – Holzkiste, die Le Corbusier geschickt als Stuhl verkauft.

Klar, das verwendete Holz ist zweifelsohne von hoher Qualität und die Verarbeitung raffiniert. doch ein Beigeschmack von Holzkiste bleibt.

So auch von Studentenprojekt.

Wir können uns den Tabouret trotzdem gut als adäquatas Sitzmöbel in manch einer Bar vorstellen.

Insgesamt haben auf uns in der Le Corbusier Authentic Wood Collection vier Möbel mit eigenständiger Persönlichkeit gewirkt, die jeoch mühelos eine symbiose miteinander eingehen, die wiederum eine ganz eigene Wirkung entfaltet.

Darüber hinaus würden sich alle vier Möbel in verschiedenste Umgebungen integrieren können ohne die vorhandene Harmonie zu dominieren oder zu stören.

Wie wir ja zu Beginn zugeben mussten, sind wir keine großen Experten auf dem Feld des Le Corbusiers Mobiliars, doch gerade deswegen schien der Cassina Stand genau für uns gemacht gewesen zu sein.
Fast wie eine gut kuratierte Le Corbusier Ausstellung hat sie unseren Blick für sein Design ein gutes Stück geöffnet.

Mehr noch als das Ästhetische hat uns die Kollektion aber eines gezeigt: Le Corbusier war durchaus versiert, wenn es darum ging ganz wunderbare Möbel zu entwerfen, die weder aus Metal noch aus Glas und schon gar nicht aus Leder bestehen.

Da denkt man, man kennt jemanden …..
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